Mülleimer, Schuh, Zahnbürste & Co
Ein "Arbeitsbesuch" im Kölner Zoo
Ein Beitrag von Gerhard Wischniewski
Den Arbeitsauftrag erhielten wir am Zooeingang:
„Gestalte einen Film (von 2 Minuten) nach deiner Wahl und arbeite folgende Gegenstände ein:
- Mülleimer,
- Schuh,
- Zahnbürste.
Der Schock traf ins Schwarze. Mülleimer und Schuhe gab es zwar dort genug zu besichtigen. Aber was sollte die Zahnbürste im Zoo?“
„Hinterhältigerweise“ hatte Wolfgang auch vorsorglich eine Zahnbürste zum allgemeinen Gebrauch mitgebracht, damit sich niemand seiner Verpflichtung entziehen konnte.

Christa hat sich den Schlager „Ene Besuch em Zoo“ zum Motto gemacht. Natürlich schauten die Affen neugierig auf Wolfgangs große Schuhe, der kleine Felix warf eine Bananenschale in den Mülleimer und es fand sich auch eine Affenhand, die die Zahnbürste halten konnte.

Gunnar löste diese „unmögliche Mission“, als einen Film, in dem ein Computerprogramm die 3 Gegenstände in den Bildern suchte.
In einer zweiten Version hatte er die Tieraufnahmen mit Musik unterlegt und die Gegenstände dazwischen kommentarlos eingeblendet.

Ekaterina schaute zur Begleitmusik vielen Leuten und Tieren auf die Füße, Wobei auch Mülleimer zu sehen waren. Die Zahnbürste integrierte sie indirekt, indem sie die ungeputzten Zähne von Tieren und die strahlend weißen von Menschen (siehe Bild 2 und 3) zeigte.
Hubertus konzentrierte sich zu einem poetischen Kommentar allein auf die Ameisen im Terrarium, wobei er deren kleine Kammern als „mülleimer“ähnlich deutete. Die Zahnbürste war im Gewühle verdeckt, vielleicht aber sind die Zahnbürsten und Schuhe für Ameisen auch mikroskopisch klein, dass man sie mit dem bloßen Auge nur schwer entdecken konnte.

Ortrun suchte im „tiefsten Regenwald“ den weißen Leoparden. Auf den Spuren dorthin gab es auch Mülleimer. Natürlich mussten auch die Schuhe ausgezogen werden, damit die Urwaldhütte sauber blieb. Und als wichtigstes Utensil für den Urwald empfahl sie eine Zahnbürste.

Günther ermahnte die Tiere, das Zähneputzen nicht zu vergessen, Abfälle nach dem Mahl in die Mülleimer zu werfen, und empfahl seine auf die einzelne Tierart zugeschnittenen Zahnbürsten. In einem zweiten Film zeigte er zu einer meditativen Klaviermusik eine herrliche Tierparade (wahrscheinlich jetzt mit geputzten Zähnen).

Gerhard sinnierte, was sich wohl die Tiere bei dem täglichen Massenansturm der Spezies „Mensch“ denken mochten. Bei ihm kreisten die Raben um die Mülleimer und Wolfgangs Schuhe. Der Gorilla lief mit der Zahnbürste in der Hand fragend umher: „Was soll ich nun mit dem dämlichen Ding??“. Das Krokodil gab zähnefletschend die Antwort (siehe Bild 4).